Der Schweizer Zahlungsverkehr wird harmonisiert – Folgen für die Abacus Business Software

Der Schweizer Zahlungsverkehr wird an den weltweiten Standard angeglichen und erhöht somit den Automatisierungsgrad der Zahlungsprozesse. Dadurch erreichen wir den weltweiten Standard ISO 20022 für die Finanztransaktionen.

Die Veränderungen und Anpassungen sollten bis spätestens im Jahr 2020 abgeschlossen sein. In der nachfolgenden Grafik erhalten Sie einen Überblick über den Zeitplan der Harmonisierung.

Die PostFinance spielt in der Migration eine federführende Rolle. Sie hat beschlossen, dass sie nach Ende 2017 die alten Verfahren, Standards und Formate nicht mehr unterstützt. Somit sind die Kunden der PostFinance als Erstes gefordert.

Neuer Einzahlungsschein

Die Vielzahl an Einzahlungsscheine gehören bald der Vergangenheit an; ab 2018 gilt der neue Einzahlungsschein, neu auch Einheitsbeleg genannt, für Bank- wie auch Post-Zahlungen. Das Spezielle daran ist, dass ein QR-Code mit den wichtigsten Zahlungsinformationen anstelle der Codierzeile ersichtlich ist. Durch die Möglichkeit der Automatisierung steigt die Qualität der Daten und die Fehlerquote wird reduziert.

Neuste Entwicklungen zum Einheitsbeleg

Seit Juni 2016 wird der neue Einheitsbeleg nochmals überarbeitet und um weitere spezifische Informationen ergänzt (z.B. Kundenbereich neu mit bis zu 71 Zeichen).

Der Verwaltungsrat der Firma SIX hat im Oktober 2016 die bis anhin gültigen Spezifikationen annulliert, da die Datencodes an ihre Grenzen stossen und nochmals grundlegend überarbeitet und erweitert werden müssen. Dies betraf vor allem die Dateninhalte rund um den QR-Code, um auch für die mobile Anwendung bereit zu sein. Ebenfalls muss die Gestaltung und Anordnung des Einheitsbelegs nochmals durchdacht werden.

Die bisher bekannten Spezifikationen sind zurzeit erst eine Zwischenlösung. Die verbindlichen Daten und Spezifikationen sollten bis im April 2017 publiziert werden.

Die oben bekanntgegebene Roadmap wird durch diese Änderung nicht beeinträchtigt.

neuer Einheitsbeleg Stand Oktober 2016 (die finale Version liegt im April 2017 vor)

Folgen für Ihr Unternehmen

Welche Unternehmen sind genau betroffen? Was bedeutet dies nun für Ihr Unternehmen?

Betroffen vom neuen Zahlungsstandard ISO 20022 sind alle Unternehmen, welche Electronic Banking Files importieren oder erstellen. Dazu zählen die Formate, wie Lastschriftverfahren, Debit Direct / Debit Direct Rückmeldefiles und Überweisungen mit DTA oder EZAG.

Die Unternehmungen müssen nun verschiedene Schritte vornehmen, um auch weiterhin Electronic Files einlesen oder erstellen zu können:

  1. Abacus Version 2016 oder höher
    Abacus Research AG setzt die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs stufenweise um. Sicher ist, dass alle Änderungen auf Version 2016 und höher umgesetzt werden. Somit empfiehlt Customize AG ein Update auf die Version 2016. Vor allem die Kunden, welche mit der Postfinance zusammenarbeiten, müssen spätestens im 2017 auf die Abacus Version 2016 oder höher updaten

  2. Alle Kontonummern in IBAN umwandeln / erfassen
    Der neue Zahlungsstandard wird nur noch mit IBAN funktionieren und nicht mehr mit Kontennummern. Aus diesem Grund müssen alle Kontennummern mit dem Abacus Konverter umgewandelt oder entsprechend als IBAN erfasst werden.

  3. Bankenstamm / Firmenzahlstellen aktualisieren / anpassen
    Alle Firmenzahlstellen müssen auf das neue XML Format umgestellt werden. Zudem müssen alle Banken aktualisiert werden

  4. Einzahlungsscheine anpassen
    Da die Einzahlungsscheine an sich auch ändern, müssen auch alle eigenen Auswertungen, insbesondere Rechnungen, zwischen 2017 und 2020 angepasst werden.

Für Fragen rund um die Harmonisierung steht Ihnen Ihr Berater oder unsere Hotline beratend zur Seite.

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